Tagblatt Online, 11. Oktober 2010 01:03:40

Gesellschaft schlägt Alarm

Zum Saisonstart am 17. Oktober wird im Thurgauerhof die Nelson-Mandela-Story aufgeführt. (Bild: Bild: Theatergastspiele Kempf)

WEINFELDEN. Die Theater- und Konzertgesellschaft Mittelthurgau leidet unter starkem Mitgliederschwund. Wenn sich die Abonnentenzahl nicht erhöht, sieht Präsident Roland Harders drastische Massnahmen vor.

Esther Simon


Die Abonnentenzahl der seit bald 40 Jahren bestehenden Theater- und Konzertgesellschaft Mittelthurgau ist zwar seit vielen Jahren rückläufig. Aber jetzt hat sie mit etwa 250 Abos einen Stand erreicht, der für den seit einem Jahr amtierenden Präsidenten der Gesellschaft, Roland Harders aus Winterthur, nicht mehr hinnehmbar ist. Ganz offensichtlich sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, junge Abonnenten zu gewinnen, die man dringend brauche.

 

Defizit budgetiert

Wenn sich die Situation bei den Abonnements nicht mindestens stabilisiert, sähe er sich zu drastischen Massnahmen gezwungen, erklärt Harders. Denn der Abo-Rückgang hat Auswirkungen auf die Finanzen: Gemäss Harders musste für 2010/11 ein Defizit von 22 000 Franken budgetiert werden.

Ein Lichtblick

Eine Massnahme könnte eine Reduktion des Programms von heute acht auf sieben oder sechs Anlässe pro Saison sein. Eine andere Massnahme wäre eine Preiserhöhung auf Abos und Eintritte an der Abendkasse.

 

 

Oberstes Ziel der Gesellschaft sei, den Menschen in der Region gute Theater und Konzerte anzubieten, und das koste Geld. Einen Lichtblick sieht Harders: Künftig kann die Theater- und Konzertgesellschaft Mittelthurgau ihr Programm den Unterlagen beilegen, die an die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger abgegeben werden. Das sei das Ergebnis eines Gesprächs mit Gemeindeammann Max Vögeli. Die Gemeinde Weinfelden unterstützt die Gesellschaft jährlich mit 30 000 Franken. «Das Wohlwollen ist gross», freut sich Harders.

 

Der Präsident hofft jetzt in erster Linie auf einen guten Saisonstart am 17. Oktober mit der Nelson-Mandela-Story.